Anschlussbeschreibung Avaya ACM (Aura)
Vorwort
Die in diesem Dokument beschriebenen Konfigurationsmasken und Funktionen beziehen sich auf den Avaya ACM (Aura) 5.2.1 (R015x.02.1.016.4) - Variante MBT.
Das Telefonsystem Avaya ACM (Aura) bietet den Abruf von Gesprächsinformationen und Gebührendaten zur Übermittlung an AlwinPro/UC-Analytics an. Der Datenaustausch erfolgt direkt über Ethernet.
Das vorliegende Dokument beschreibt die Datenübermittlung über eine LAN-Verbindung von der Avaya ACM (Aura). Dazu werden AlwinPro PC und TK-System am LAN angeschlossen. Die Übertragung der Daten erfolgt mit einem frei wählbaren Port über das LAN als Bitstream.
Vor einer Übertragung müssen das Telefonsystem und AlwinPro/UC-Analytics vorbereitet werden. Dazu ist es notwendig, Einstellungen vorzunehmen welche die Avaya ACM (Aura) veranlassen Gesprächsinformationen über die IP-Schnittstelle auszugeben. Auch AlwinPro/UC-Analytics muss vorbereitet werden um die entsprechenden Daten entgegenzunehmen.
Weitere Hinweise zur Anbindung der Avaya ACM (Aura) an AlwinPro/UC-Analytics
Das TK-System bietet den Abruf einer CDR-Datei (Gesprächsdaten) über FTP / SFTP an. Diese Datei wird täglich um 0:00 automatisch vom Avaya-System gelöscht und es wird eine neue Leerdatei angelegt. Da bei dieser Anschlussvariante ein Verlust von Gesprächsdaten nicht auszuschließen ist, sollte die die TK-Anlage die Daten ausschließlich über einen Bitsstream liefern. AlwinPro/UC-Analytics kann entweder mittels Anschluss über Ethernet für einen direkten Bitstream oder in Verbindung mit Bufferboxen (Asentria) angebunden werden.
Im Avaya ACM sind diverse Systemeinstellungen vorzunehmen (siehe Kapitel 3.1)
Von AlwinPro/UC-Analytics werden keine vordefinierten Datensatzfomate der Avaya genutzt, es muss ein Customized-Format eingerichtet werden, das im folgenden Kapitel beschrieben ist.
Bekannte Einschränkungen der Datensätze:
Es fehlt eine CallID im Datensatz, wodurch sich mehrere Datensätze eines Anrufscenarios nicht zusammenfassen lassen.
Die fehlende Vorwahl-0 im Datensatz führt zu falscher Verzonung bei extern kommenden Anrufen.
Bei genutzten Leistungsmerkmalen wie Rufumleitung, Transfer und PickUp werden nur für die ursprünglich gerufenen Teilnehmer Datensätze erzeugt.
Klingeldauer-Datensätze werden nur für die ursprünglich von extern gerufenen Teilnehmern erzeugt.
Generell werden keine Klingeldauer-Datensätze für interne Anrufe erzeugt.
Keine Datensätze für Anrufe auf Nebenstellen, die von der Voicemail angenommen wurden.
Bei Anrufen auf MeetMe-Konferenzen (Konferenzräume), werden für interne Anrufer keine verwertbaren Datensätze erzeugt.
Einstellung des Telefonsystems Avaya ACM (Aura)
Die hier beschriebenen Einstellungen sind als Hilfestellung gedacht und können von der tatsächliche Konfiguration abweichen. Mit diesen Einstellungen funktioniert die Anbindung zwischen einer Telefonanlage Avaya ACM (Aura) ab Version 5.2.1 und AlwinPro/UC-Analytics ab Version 8.0.
Systemeinstellungen anpassen
Starten Sie die Avaya CM Administration und stellen sie die grundlegenden Parameter zur Gesprächsdatenausgabe ein wie in den folgenden Screens beispielhaft aufgezeigt.
System Parameter Spezial-Applications:
Mit dieser Einstellung werden die Datensatzfelder für Gesprächsanfang (start-time) und Ende (end-time) im benötigten Format HHMMSS ausgegeben (Default: HHMM).
Trunk-Group:
Die Einstellung CDR Reports=r in den Trunk-Groups bewirkt, das bei extern kommenden Gesprächen ein zusätzlicher Datensatz für die Klingeldauer ausgegeben wird.
CDR System Parameters:
Primary Output Endpoint = CDR1 ist einzustellen, damit die Datensätze (CDR) über Bitstream zu AlwinPro/UC-Analytics übertragen werden können.
Intra-switch-CDR = Yes bewirkt, das für Nebenstellen, die in der Intra-Switch-CDR Form eingetragen sind Datensätze für interne Gespräche erzeugt werden. Es sind max. 5000 Einträge in die Intra-Switch-CDR Form möglich!
Outg Trk Call Splitting und Inc Trk Call Splitting = Yes erzeugt bei dem Transfer von Gesprächen Datensätze (CDR) für alle Gesprächsabschnitte.
Calls to Hunt Group – Record = member-ext / group-ext. Hiermit wird festgelegt, ob die Nebenstelle oder die Kopfnummer des beteiligten Sammelanschlusses im Datensatz (CDR) ausgegeben wird.
CDR Account Code Length = x legt die Länge der Verrechnungsnummer für Projekt- / PIN-Gespräche fest.
Primary Output Format – customized:
Stellen Sie das oben angegebene Datensatzformat (record length = 147) ein. Für dieses Format ist in der AlwinPro/UC-Analytics Datenaufnahme ein PCX-Script für die Datenverarbeitung definiert.
Der Datensatz (CDR) im Detail:
Der Datensatz besteht aus 145 Stellen Nutzdaten + 2 Steuerzeichen. IP Node Names:
Unter IP Node Names die wird IP-Adresse des AlwinPro/UC-Analytics - Rechners eintragen und einen Namen vergeben. Dieser Name taucht gleich unter den IP-Services wieder auf. Die TK Anlage sendet die Daten
zur angegebenen IP-Adresse.
IP-Services:
Page 1:
Unter IP-Services (Page 1) wird der Link und Port zum AlwinPro/UC-Analytics-Rechner eingetragen.
Page 3:
Wichtig ist, dass auf der 3. Seite der Punkt Reliable Protocol auf n steht, sonst bleibt der Link nicht UP!!
Anschaltung von AlwinPro/UC-Analytics über Ethernet
Installation der Software AlwinPro/UC-Analytics
Starten Sie das Setup von und folgen Sie den angezeigten Hinweisen der Installationsroutine. Nach der Installation werden sie gefragt ob Sie die Anbindung an das Telefonsystem sofort oder später installieren möchten, wählen sie „Jetzt installieren" und führen sie die folgenden Schritte aus (alle Einstellungen lasen sich später über die Konfigurationsoberfläche abändern oder ergänzen).
Auswahl des Telefonsystems
Bei Auswahl der Datenquelle stellen Sie „Weitere Anschluss über Ethernet (Ethernet – Skript Interpreter)" ein.
Einstellen der Parameter
Wichtig ist die Einstellung des Standortes des TK-Systems. Die Datenquelle kann mit einer eigenen Bezeichnung gespeichert werden.
Sie können sich die vorliegende Dokumentation anzeigen lassen.
Nun kann die IP-Adresse und der Port eingetragen werden über die das TK-System erreicht werden kann (die Einstellung wird als aktive Verbindung eingerichtet). Übernehmen Sie die vorgegeben Werte. Die notwendigen Änderungen sind über die Konfigurationsoberfläche (Kapitel 5.5) vorzunehmen.
Im nächsten Fenster wird der Pfadname zu der verwendeten Skriptdatei eingegeben und der Wizard beendet.
Achtung